Partnerschaft mit Schweina

Vor der Altensteiner Höhle Klaus Wittemeier, Stefan Diestelhorst (stellvertretender. Vorsitzender des Partnerschaftsvereins), Thomas Mieling (Ortsteilbeauftragte für den Bad Liebensteiner Ortsteil Schweina), Volker Wattenberg, Christiane Wattenberg, Heidi Lambracht, Frank Braukhoff, Eleni Konstantinidis (hinten von links) Heinrich Tyart, Karin Tyart, Angela Wittemeier, Marion Diestelhorst (vorn von links). Fotos: Privat
Vor der Altensteiner Höhle: Klaus Wittemeier, Stefan Diestelhorst (stellvertretender Vorsitzender des Partnerschaftsvereins), Thomas Mieling (Ortsteilbeauftragte für den Bad Liebensteiner Ortsteil Schweina), Volker Wattenberg, Christiane Wattenberg, Heidi Lambracht, Frank Braukhoff, Eleni Konstantinidis (hinten von links) Heinrich Tyart, Karin Tyart, Angela Wittemeier, Marion Diestelhorst (vorn von links). Fotos: Privat

Neu mit Leben gefüllt

Schweina/Leopoldshöhe. Mit einer elfköpfigen Delegation besuchte der Partnerschaftsverein Leopoldshöhe am Wochenende des 4. und 5. Juli 2026 seine Thüringer Partnergemeinde Schweina.

Ziel des Besuches war es, die seit 1990 bestehende Partnerschaft wieder stärker zu beleben und den persönlichen Austausch zwischen beiden Gemeinden zu fördern. Zum Auftakt wurden die Gäste vom Ortsteilbeauftragten Thomas Mieling sowie der Bürgermeisterin der Stadt Bad Liebenstein, Susanne Rakowski, empfangen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen führte die Bürgermeisterin die Delegation durch den Schlosspark Altenstein, einen der bedeutendsten historischen Landschaftsparks Deutschlands. Die weitläufige Parkanlage mit ihren alten Baumbeständen, historischen Bauwerken und beeindruckenden Ausblicken zählt zu den schönsten Ausflugszielen Thüringens.

Partnerschaftsverein Leopoldshöhe Leopoldshöhe, 07.07.2026
Kirchweg 1
33818 Leopoldshöhe
Kontakt: Eleni Konstantinidis
E-Mail: partnerschaftsverein2@leopoldshoehe.de
Tel.: 05208/991-105
2
Schloss Altenstein (1888–1890) mit seiner historischen Parkanlage – erbaut unter Herzog Georg II.
von Sachsen-Meiningen auf den Grundmauern eines älteren Schlosses.
Schloss Altenstein (1888–1890) mit seiner historischen Parkanlage – erbaut unter Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen auf den Grundmauern eines älteren Schlosses.

Anschließend stand die Altensteiner Höhle auf dem Programm. Die 1799 entdeckte Schauhöhle gehört zu den ältesten Deutschlands und beeindruckte mit ihren verwinkelten Gängen und faszinierenden Felsformationen. Den Abschluss des ersten Tages bildete das traditionelle Höhlenfest, das Gelegenheit für viele persönliche Gespräche bot.

Der Sonntag begann mit einem Besuch der JugendKunstschule Schweina. Die freie Kunstschule bietet ein vielfältiges Angebot mit Näh-, Graffiti-, Keramik- und Kreativkursen sowie Ferien- und generationsübergreifenden Projekten. Im gleichen Gebäude befindet sich das Kulturcafé „frösch“ als offener Treffpunkt für Menschen aller Generationen. Während eines ehrenamtlich betreuten Nähkurses für Kinder erhielten die Gäste Einblicke in die Arbeit der Einrichtung und die zahlreichen Projekte, die dort mit großem Engagement umgesetzt werden.

Technik und Tradition: Gruppenfoto an der Simson-Schrauberwerkstatt in Schweina
(von links) Heidi Lambracht, Vaiko Weyh (Gründer und ehrenamtlicher Leiter der Simson-
Schrauberwerkstatt), Heinrich Tyart, Klaus Wittemeier, Karin Tyart, Angela Wittemeier, Stefan
Diestelhorst (stv. Vorsitzender des Partnerschaftsvereins), Christiane Wattenberg, Volker
Wattenberg, Eleni Konstantinidis, Susanne Rakowski (Bürgermeisterin der Stadt Bad Liebenstein),
Frank Braukhoff, Thomas Mieling (Ortsteilbeauftragter für den Bad Liebensteiner Ortsteil Schweina),
Marion Diestelhorst
Technik und Tradition: Gruppenfoto an der Simson-Schrauberwerkstatt in Schweina (von links) Heidi Lambracht, Vaiko Weyh (Gründer und ehrenamtlicher Leiter der Simson-Schrauberwerkstatt), Heinrich Tyart, Klaus Wittemeier, Karin Tyart, Angela Wittemeier, Stefan Diestelhorst (stellvertretender Vorsitzender des Partnerschaftsvereins), Christiane Wattenberg, Volker Wattenberg, Eleni Konstantinidis, Susanne Rakowski (Bürgermeisterin der Stadt Bad Liebenstein), Frank Braukhoff, Thomas Mieling (Ortsteilbeauftragter für den Bad Liebensteiner Ortsteil Schweina), Marion Diestelhorst

Ein weiterer Programmpunkt war die Besichtigung des historischen Gebäudes „Krone“, eines der ältesten Häuser Schweinas. Die Geschichte reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Der Überlieferung nach soll Martin Luther auf seiner Reise zur Wartburg im Jahr 1521 dort eingekehrt sein. Heute wird das denkmalgeschützte Gebäude von der Bürgerinitiative Krone Schweina mit großem ehren-amtlichem Einsatz restauriert. Fotos dokumentierten eindrucksvoll den bisherigen Fortschritt der Arbeiten. Für ihr Engagement wurde die Initiative unter anderem mit dem dritten Preis des Deutschen Nachbarschaftspreises 2020 sowie dem Denkmal-Ehrenpreis des Wartburgkreises 2023 ausgezeichnet.

Zum Abschluss des Besuchs in Schweina informierte Vaiko Weyh über die Simson
Schrauberwerkstatt. Das Projekt ist weit mehr als eine Werkstatt für historische Mopeds. Es verbindet handwerkliche Ausbildung, generationsübergreifenden Austausch und Jugendarbeit und hat sich zu einem wichtigen Treffpunkt im Ort entwickelt. Junge Menschen erwerben hier technische Kenntnisse und erleben Gemeinschaft – ein Beispiel dafür, wie Ehrenamt Zukunft gestalten kann.

Ein Foto der Verbundenheit: Am Partnerschaftsschild in Schweina.
Ein Foto der Verbundenheit: Am Partnerschaftsschild in Schweina.

Während des gesamten Wochenendes wurde deutlich, welch großen Stellenwert das ehrenamtliche Engagement in Schweina besitzt. Ob JugendKunstschule, Bürgerinitiative „Krone“, Simson Schrauberwerkstatt oder zahlreiche Vereine – überall investieren Bürgerinnen und Bürger ihre Freizeit, um das Gemeinwesen aktiv mitzugestalten. Dieses Engagement bildet die Grundlage eines lebendigen Dorflebens und verdient große Anerkennung.

Die Verantwortlichen beider Gemeinden sehen großes Potenzial, die Städtepartnerschaft künftig wieder mit gemeinsamen Projekten und regelmäßigen Begegnungen zu beleben. Eine wichtige Konstante war dabei stets die Verbindung zwischen den Freiwilligen Feuerwehren beider Orte, die den Kontakt über viele Jahre hinweg engagiert aufrechterhalten haben.

Das Hinweisschild an der ehemaligen innerdeutschen Grenze erinnert an die Teilung Europas und
unterstreicht die Bedeutung von Städtepartnerschaften für Verständigung, Frieden und ein geeintes
Europa.
Das Hinweisschild an der ehemaligen innerdeutschen Grenze erinnert an die Teilung Europas und unterstreicht die Bedeutung von Städtepartnerschaften für Verständigung, Frieden und ein geeintes Europa.

Auf der Heimreise besuchte die Delegation noch die Gedenkstätte Point Alpha an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Der historische Ort erinnert eindrucksvoll an die deutsche Teilung und macht zugleich deutlich, welchen Wert Begegnung, Verständigung und gelebte Partnerschaften heute haben. Der Besuch bildete damit einen passenden Abschluss eines Wochenendes, das ganz im Zeichen des Miteinanders und des gemeinsamen Blicks in die Zukunft stand.

Schreibe einen Kommentar