
Was uns stark macht
„Für immer hier“ ist der erste große brasilianische Film nach Bolsonaro – ungewöhnlich stark, mitreißend und voller Hoffnung / am Montag, 21. September 2026, in Leos Kino
Vielleicht ist es kein Zufall, dass sich die erste große brasilianische Filmproduktion nach der Absetzung des Regimes Bolsonaro mit der Militärdiktatur der 1970er beschäftigt. Regisseur Walter Salles richtet dabei sein Augenmerk auf die Hinterbliebenen der Opfer.
„Für immer hier“ beginnt mit rund 30 Minuten Idylle. Die Familie Paiva feiert 1970 das Weihnachtsfest bei sengender Hitze in ihrem luxuriösen Haus direkt an der Copacabana. Doch die Anzeichen mehren sich, dass etwas nicht stimmt. Schließlich wird der Vater, ein Oppositionspolitiker, verhaftet.
Nun liegt es an Mutter Eunice, Geld zu verdienen, sich um die Familie zu kümmern, sich gegen die perfiden Drangsalierungen des Militärs zu wehren – und den Verbleib ihres Mannes zu klären. Und Eunice wird über sich hinauswachsen.
Selten ist Wandlung einer Figur von der passiven Zuschauerin zur aktiven Widerstandskämpferin so detailliert, überzeugend und stark gespielt worden wie hier von Fernanda Torres. Diese Leistung hallt beim Zuschauer lange nach und Sie werden das Kino voller Kraft und Zuversicht verlassen. Versprochen.
„Für immer hier“ ist seit Montag, 21. August 2026, um 19.30 Uhr in Leos Kino zu sehen. Das zweite große Werk des neuen brasilianischen Films stellen wir Ihnen parallel ab September im Filmtipp der Leopoldshöher Nachrichten vor: „The Secret Agent“.




