
Drei Tage Fest an der Grester Straße
Greste (ted). Am Anfang stand eine Spaltung. Die Ubbedisser Turner wollten 1926 ihr eigenes Ding machen. Die Asemisser gründeten ihren Verein, den Turn- und Sportverein Asemissen. Der feierte sein 100-jährige Bestehen mit einem Fest auf dem Sportgelände an der Grester Straße.
1922, vier Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkrieges kamen Männer aus Asemissen und Ubbedissen im Saal des Scherenkruges zum Turnen. Sie gründeten den Turn- und Sportverein „Deutsche Eiche“ Ubbedissen-Asemissen. Sie schafften Geräte an und hielten es bis 1926 miteinander aus.
1926 wollten sich die Ubbedisser von den Asemissern trennen. Es gab allerdings noch einen Saal in Ubbedissen, in dem geturnt werden konnte. Dann ergab es sich, dass die Wirte des Gasthauses Deppe ihr Anwesen umbauten und dort geturnt werden konnte. Ein Mehrheitsbeschluss führte zur Trennung.

Die Turngeräte blieben allerdings im Asemisser Scherenkrug. Die Asemisser gründeten den TuS Asemissen und machten weiter. Erster Vorsitzender des Vereins war Heinrich Landermann, Willy Menke übernahm das Amt des Kassierers und August Schröder war Schriftführer. Heinrich Tölke, Leopold Ostmann und August Deppe waren die Turnwarte.
Immer mehr jungen Männer fanden den Weg in den Verein. Der Zweite Weltkrieg setzte auch in diesem Verein eine Zäsur. Die Turngeräte lagerten die Turner ein. Nach dem Krieg fanden sie die Geräte teilweise beschädigt wieder. Bald verbot der Wirt des Scherenkruges das Turnen auf seinem Saal. Die Asemisser Turner standen ohne Sportstätte da.
Heute hat der TuS Asemissen vier große Abteilungen: Fußball, Volleyball, Korbball und Breitensport. Dort wird unter anderem Darts, Hanteltraining und Fitness angeboten. Turnen für Kinder spielt auch noch eine Rolle.

Sein Fest zum 100-jährigen Bestehen begann der Verein am vergangenen Freitag mit einem Spiel der Fußball-Herren gegen die Traditionsmannschaft des DSC Arminia Bielefeld. Rund 650 Zuschauer waren gekommen, unter ihnen Arminias Ehrenpräsident Hans-Jürgen Laufer, der in Asemissen lebt. Die Bielefelder gewannen 4:1 gegen tapfer kämpfende Asemisser.
Am Samstag hatte der TuS Asemissen zu einem Familientag geladen. Ein Programm vor allem für die Kinder hatten die Aktiven zusammengestellt. Ein Hindernisparcours im Stil von „Ninja Warrior“, Fußballdart, eine Hüpfburg, ein Spielmobil sowie Kinderschminken gab es. Eine Tombola versprach Gewinne. Die Freiwillige Feuerwehr Leopoldshöhe und die Jugendfeuerwehr stellten sich vor. Außerdem gab es Mitmachaktionen der Vereinsabteilungen, darunter Fußball, Korbball, Volleyball, Breitensport und Darts. Am Sonntag klang das Jubiläumswochenende in geselliger Atmosphäre aus.
An allen Tagen machte die Hitze des Wochenendes den Beteiligten zu schaffen. Nach dem guten Besuch des Spiels an Freitag ließen es die Asemisser am Samstag ruhig angehen. Viele blieben angesichts der Temperaturen zuhause.



