
Spenden vom Jubiläumsfest
Leopoldshöhe (ted). Das Wetter war durchwachsen, dennoch war das Jubiläumsfest des Heimatvereins Leopoldshöhe mit Blick auf das Spendenaufkommen für den Verein “Cup der Guten Hoffnung” ein Erfolg. 1.250 Euro kamen zusammen.
Anlässlich seines 50-jährigen Bestehens hatte der Heimatverein Leopoldshöhe zum Jubiläumsfinale auf den Heimathof eingeladen. Neben einem Programm mit historischem Handwerk und zahlreichen Mitmachaktionen für Kinder und Erwachsene stand der gute Zweck im Mittelpunkt.
Mit den beteiligten Handwerkern hatte der Heimatverein beschlossen, bei den Aktionen nicht um Geld für die hergestellten Werkstücke oder die Fahrten mit dem Dachdeckeraufzug zu bitten, sondern stattdessen Spenden für den Verein „Cup der guten Hoffnung“ zu sammeln. An sämtlichen Handwerkerständen standen dafür Spendenboxen bereit.
Die Bundestagsabgeordnete Kerstin Vieregge würdigte die Aktion bereits in ihrer Ansprache beim Jubiläumsfinale. Dass Heimatverein und Handwerker ihre Angebote in den Dienst einer guten Sache stellten, zeige die „wahre innere Größe“ des Vereins und seiner Unterstützer.
Der Verein „Cup der guten Hoffnung“ engagiert sich seit mehr als zwei Jahrzehnten für krebskranke Kinder und Jugendliche sowie deren Familien. Eine Krebsdiagnose verändert das Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen von einem Moment auf den anderen. Neben der medizinischen Versorgung sind deshalb auch emotionale Unterstützung, Zuversicht und Möglichkeiten zur Entlastung von großer Bedeutung. Der Verein möchte betroffenen Familien in dieser schwierigen Lebensphase Hoffnung schenken und ihnen Momente ermöglichen, in denen die Sorgen und Belastungen der Krankheit für eine Weile in den Hintergrund treten können.
Die Leopoldshöherinnen und Leopoldshöher sowie die auswärtigen Gäste machten bei der Spendenaktion mit: Insgesamt kamen an den verschiedenen Ständen 994,82 Euro zusammen.
Die Vertreter der beteiligten Handwerker, Ernst Relzow, Julian Schulze und Ulrich Gerusel, übergaben mit dem Vorsitzenden des „Cup der guten Hoffnung“, Michael Bartsch, und dem Vorsitzenden des Heimatvereins Leopoldshöhe, Helmut Depping, die erfreuliche Nachricht. Der Vorstand des Heimatvereins hatte beschlossen, den gesammelten Betrag auf 1.250 Euro aufzurunden.
Michael Bartsch zeigte sich sichtlich gerührt über die Unterstützung durch den Heimatverein und die Handwerker. Der „Cup der guten Hoffnung“ zählt derzeit 69 Mitglieder und freut sich über weitere Unterstützer. Der Mitgliedsbeitrag beträgt zwölf Euro im Jahr. Seit der Kooperation mit dem Verein Ambulantenr Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienst Lippe konnte der „Cup der guten Hoffnung“ nach Angaben des Vereins 29.300 Euro an Spenden weitergeben.
Auch die 1.250 Euro sollen unmittelbar für die Unterstützung betroffener Familien eingesetzt werden. Unter anderem fließen die Mittel in die Trauerarbeit und in die Ausbildung ehrenamtlich Tätiger durch den Deutschen Kinderhospizverein. Darüber hinaus unterstützt der Verein Familien ganz konkret und situationsbezogen – beispielsweise indem ein Kinobesuch oder ein gemeinsames Gruppenerlebnis ermöglicht wird.
„Was für gesunde Menschen und ihre Familien selbstverständlich und alltäglich ist, kann für betroffene Familien zu einem ganz besonderen Erlebnis werden“, erläuterte Bartsch. Solche Aktivitäten gäben den Familien die Möglichkeit, für einen Moment Abstand von den Belastungen der Erkrankung zu gewinnen und wieder ein Stück Normalität zu erleben.
Für die Zukunft plant der „Cup der guten Hoffnung“ zudem weitere Projekte zur Sensibilisierung junger Menschen. So sind Workshops mit Konfirmandinnen und Konfirmanden der örtlichen Kirchengemeinden zum Thema „Sterben und Unterstützung – wenn das Leben geht“ angedacht.
Die Spendenaktion zum 50-jährigen Jubiläum des Heimatvereins habe damit eindrucksvoll gezeigt, dass Vereinsleben, Gemeinschaft und soziales Engagement eng miteinander verbunden sein können. Was als Jubiläumswochenende begann, sei so auch zu einem Zeichen der Solidarität und Unterstützung für Familien geworden, die besonders schwierige Zeiten durchleben, heißt es in der Mitteilung des Heimatvereins.




