Patenschaften für Pflanzbuchten

Die Natur erobert sich diese mit Kies belegte Pflanzbucht an der Helpuper Straße in Greste zurück. Hinter der Tagetes sprießen Löwenzahn und andere Wildkräuter. In Zukunft sollen Anwohnter solche Pflanzbuchten pflegen dürfen. Archivfoto: Thomas Dohna
Die Natur erobert sich diese mit Kies belegte Pflanzbucht an der Helpuper Straße in Greste zurück. Hinter der Tagetes sprießen Löwenzahn und andere Wildkräuter. In Zukunft sollen Anwohnter solche Pflanzbuchten pflegen dürfen. Archivfoto: Thomas Dohna

Verwaltung soll dafür werben

Leopoldshöhe (ted). An vielen Straßen im Leopoldshöher Gemeindegebiet gibt es Pflanzbuchten. Die sollen den Verkehr beruhigen oder Parkflächen voneinander abgrenzen. Jetzt können Privatleute Patenschaften für diese Buchten übernehmen und sie nach eigenem Gusto bepflanzen.

Der Gemeinderat hatte das in seiner jüngsten Sitzung auf Antrag der Fraktion der Grünen beschlossen. In etlichen Gemeinden und Städten gehörten die Patenschaften von Pflanzbuchten zum Standard, erläuterten die Grünen ihren Antrag. Es erspare nicht nur das Bewässern, sondern auch die Pflege durch den Bauhof der Gemeinde. „Deshalb sollte dieser Weg in unserer Gemeinde auch verstärkt beschritten werden“, heißt es in der Begründung.

In zwei Ausschüssen hatte die Politik das Anliegen besprochen. In Augustdorf gebe es mehr als 100 Patenschaften, berichtete der Co-Vorsitzende der Grünen-Fraktion Jürgen Hachmeister im Verkehrsausschuss. Die BFL-Fraktion begrüßte den Antrag ausdrücklich: „Das sieht gut aus“. Frank Keminer (CDU) fragte, wer die Buchten betreuen solle und was das die Gemeinde kosten werde.

Es seien vor allem die Anwohner gefragt, erläuterte Hachmeister. Die Pflanzen würden von den Paten selbst mitgebracht, gepflanzt und gepflegt. Die Gemeinde solle in der Presse für die Pflanzbuchten werben. Fachbereichsleiter Dirk Puchert-Blöbaum wandte ein, dass das ein Mehraufwand für die Verwaltung sei. „Eher ein Minderaufwand“, sagte Hachmeister mit Blick auf den Bauhof, der die Pflanzbuchten bisher pflegt. Der Verkehrsausschuss stimmte dem Antrag zu.

Im Haupt- und Finanzausschuss regte der Fraktionsvorsitzende der CDU Axel Meckelmann an, die Aktion nach einem Jahr zu überprüfen und die Verwaltung die Erfahrungen mitteilen zu lassen. Das fand keinen Widerstand. Frank Elbrächter (PUB) unterstützte die Idee der CDU und den Antrag der Grünen. Jürgen Hachmeister (Grüne) zeigte sich mit einer Überprüfung einverstanden.

Mit einem weiteren Antrag wollten die Grünen die Fahrradfahrer auf der Hauptstraße besser schützen. Die Grünen sehen sie in Höhe der Verkehrsinseln auf der Hauptstraße gefährdet, weil dort bisweilen knapp überholt werde. Sie möchten daher, dass dort das Überholen von einspurigen Fahrzeugen verboten wird. Dazu sollte das entsprechende Verkehrsschild aufgestellt werden.

In der Sitzung stellte die CDU klar, dass an diese Stelle ohnehin nicht überholt werden dürfe. Die BFL meinte, dass nur Kontrollen helfen würden. Die Verwaltung meinte, es gebe keine erhöhten Unfallzahlen. Dennoch nahm der Ausschuss den Antrag an. Im Haupt- und Finanzausschuss und im Gemeinderat wurden die Tagesordnungspunkte, mit denen der Antrag behandelt werden sollte, ohne weitere Beratung von der Tagesordnung genommen.

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