
Heimatverein Leopoldshöhe macht Winterpause
Leopoldshöhe. Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter dem Heimatverein Leopoldshöhe. Neben dem 50-jährigen Vereinsjubiläum, der Fertigstellung der neuen Wagenremise und traditionellen Veranstaltungen prägten vor allem die vielfältigen Aktivitäten der Fachgruppen das Vereinsleben 2026. Nun verabschieden sich die meisten Gruppen in die Winterpause, gibt der Verein bekannt.
Wandern, Singen und Klönen verbinden
Mit einer Tour durch den Bad Salzufler Stadtwald beendete die Wandergruppe ihr Jahresprogramm. 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erkundeten unter der Leitung von Wanderführer Martin Düsterberg abwechslungsreiche Wege, das Wildgehege und das Naturschutzgebiet Salzetal. Bei einer gemeinsamen Einkehr ließen sie die Wanderung und das vergangene Jahr gemütlich ausklingen. Die regelmäßigen Touren verbinden Bewegung und Naturerlebnis mit der Entdeckung der lippischen Heimat.

Auch das monatliche Volksliedersingen im Backhaus ist ein beliebter Treffpunkt. Fast 30 Sängerinnen und Sänger kamen im Laufe des Jahres zu den monatlichen Singnachmittagen zusammen, um bekannte Lieder anzustimmen und gesellige Stunden zu verbringen. Claudia Albri und Anneliese Tank sorgten mit ihren Akkordeons für die musikalische Begleitung.

Ebenso gefragt ist der monatliche Klönnachmittag. Ebenfalls etwa 30 Gäste nutzten die Treffen, um bei Kaffee und Kuchen miteinander ins Gespräch zu kommen, Neuigkeiten auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Beide Angebote zeigen, wie wichtig gemeinsames Singen und persönliche Begegnungen für das Vereinsleben sind.

Mit vollem Einsatz für den Heimathof
Unverzichtbar für den Erhalt des Heimathofes ist die Dienstagsgruppe. Seit fast 30 Jahren treffen sich Woche für Woche rund 20 Ruheständler im Alter von 63 bis 90 Jahren, um das Gelände zu pflegen und die Gebäude instand zu halten. Sie mähen Rasen, schneiden Bäume, pflegen Beete, streichen und reparieren. Auch die Samstagsgruppe unterstützt die Arbeiten auf dem Heimathof. Beide Gruppen bleiben noch bis Anfang Dezember aktiv.

Ein wichtiger Beitrag zum Naturschutz ist die Pflege von weit mehr als 200 Nistkästen, die der Heimatverein in der Gemeinde für heimische Vogelarten angebracht hat. Sie werden gereinigt und bei Bedarf repariert, damit im Frühjahr wieder geeignete Brutplätze zur Verfügung stehen. Auch die Beete wurden winterfest gemacht.
Streuobstwiesen bewahren alte Sorten
Die Pflege der Streuobstwiesen gehört ebenfalls zu den Aufgaben des Heimatvereins. Auf dem Heimathof wachsen alte Obstsorten wie Äpfel, Birnen, Pflaumen, Quitten und Marillen. Trotz einer durch die Trockenheit beeinträchtigten Ernte konnten Bürgerinnen und Bürger kostenlos Obst pflücken.

Der Verein möchte die Vielfalt alter Sorten für kommende Generationen erhalten. Nachdem bereits im vergangenen Jahr fünf neue Obstbäume gepflanzt wurden, sind weitere Pflanzungen vorgesehen. So verbindet die Streuobstwiese Naturschutz, regionale Tradition und ein Angebot für die Bevölkerung.
Heimathof und Vereinsgeschichte weiterentwickelt
Im Jubiläumsjahr wurde die neue Wagenremise fertiggestellt. Sie bietet Platz für historische landwirtschaftliche Fahrzeuge und Maschinen. Eine großformatige Informationstafel am Eingang veranschaulicht zudem die mehr als 600-jährige Geschichte der Hofanlage. Ein QR-Code führt zur neu gestalteten Homepage des Vereins, die Andrea und Dietmar Klee dem Heimatverein zum 50-jährigen Bestehen geschenkt haben.

Gemeinsam geht es weiter
Mit der Winterpause endet ein Jahr voller gemeinsamer Unternehmungen, Begegnungen und ehrenamtlicher Arbeit. Während Wandergruppe, Volksliedersänger, Radwanderer und Klönnachmittag ihre Aktivitäten zunächst ruhen lassen, kümmern sich die verbliebenen Helfer noch bis Anfang Dezember um den Heimathof.
Ob beim Wandern, Singen, geselligen Beisammensein, bei der Landschaftspflege oder beim Erhalt historischer Gebäude: Die Fachgruppen tragen entscheidend dazu bei, dass der Heimatverein Leopoldshöhe lebendig bleibt. Sie bewahren Traditionen, schützen Natur und Geschichte und stärken das Miteinander in der Gemeinde. Nach der Winterpause werden die Aktivitäten mit neuer Kraft fortgesetzt.





