Leopoldshöher Nachrichten

Absaufen

„Dunkel, wie dunkel . . .“. Den Text hat Johannes Brahms in seinem Lied „Von ewiger Liebe“ vertont. Da schwört sich ein Liebespaar ewige Liebe. Bei Bildern in einer Zeitung ist das anders. Das Verhältnis zwischen dem Fotografen, dem Verarbeiter und dem Drucker ist oft nicht ungetrübt. Der Fotograf liefert klare Bilder mit tiefen Strukturen, hat sich einen Bildaufbau überlegt und hält es, wenn nicht für ein Kunstwerk, dann doch für gute Arbeit. Der Gestalter der Zeitung legt die erste Axt an den Stamm. Er beschneidet das Bild, legt Farbwerte darüber, von denen er meint, dass sie zum Papier und zur Druckmaschine passen sollten. Und schon ist der erste Glanz dahin. Aus dem Kunstwerk ist maximal eine gute Arbeit geworden. Der Fotograf mag das aus seiner Lebenserfahrung heraus noch verkraften, wenn auch mit schwerem Herzen. Er weiß doch, was er leisten kann. Der Drucker möchte anschließend bestimmte Farbräume sehen. Sie sind für den Zeitungsdruck schmal. Details wie feine Linien mag der Zeitungsdruck nicht. Bisw…