Warteliste für Nistkästen

Juri Hildenstern, Sergej Kipke, Lothar Rottschäfer und Anatoij Schaab (von links), ehemals langzeitarbeitslose Mitarbeiter des Leopoldshöher Bauhofes bauen 100 Nistkästen, angeleitet von Tischlermeister Fabian Ober (rechts). Sie sind innerhalb weniger Stunden verkauft worden. Der Bauhof nimmt aber weiter Bestellungen entgegegen. Foto: Thomas Dohna

Ein Langzeitarbeitslosenprojekt des Bauhofes

Leopoldshöhe (ted). Seit sechs Jahren bauen beim Leopoldshöher Bauhof beschäftigte, ehemalige Langzeitarbeitslose Nistkästen. Das hat seinen Grund, sagt Bauhofleiter Andreas Glatthor. 100 Stück bauen die vier Männer unter der Leitung von Tischlermeister Florian Ober. 120 hat Glatthor innerhalb eines Tages verkauft. Sein Telefon steht nicht still.

Sieben ehemalige Langzeitarbeitslose sind auf dem Bauhof beschäftigt. Seit 2004 nutzt die Gemeinde verschiedene Programme der Arbeitsagentur, um Menschen nach langer Arbeitslosigkeit wieder in Arbeit zu bekommen. „Angefangen hat das mit den 1-Euro-Jobs“, erinnert sich Bauhofleiter Glatthor. Es folgten viele andere Programme, die alle die Einschränkung hatten, dass mit der Beschäftigung der Langzeitarbeitslosen nur zusätzliche Arbeit erledigt werden durfte, also nur Arbeit, die der Bauhof nicht ohnehin zur Aufgabe hatte. „Da ist dann das Nistkästen-Projekt entstanden“, sagt Glatthor.