Leopoldshöher Nachrichten

The white crow

Das Team von Leos Kino weist darauf hin, dass am Montag auch während des Films die Schutzmaske getragen werden muss.

Tanz um Dein Leben

Thriller, Tanzfilm, Zeitreise: „The White Crow“ über das Leben von Rudolf Nurejew am 20.12. in Leos Kino

Zu Weihnachten zeigt Leos Kino einen Thriller, einen Tanzfilm, eine Biografie und ein Film über das Paris der frühen 1960er-Jahre – alles an einem Abend und alles in einem Film. „The White Crow“ ist eine prall gefüllte Wundertüte, nicht eine Sekunde langweilig und immer wieder aufs Neue überraschend.

Doch der Reihe nach: Als Rudolf Nurejew 1961 nach Paris kommt, ist er bereits ein gefeierter Star. Sein Aufstieg ist hart erkämpft. Geboren in der Transsibirischen Eisenbahn, wächst Nurejew in ärmlichen Verhältnissen auf, kämpft sich mit seinem Talent nach oben und nimmt schließlich an einem Gastspiel in Frankreich teil. Doch Nurejew will nicht zurückkehren und stattdessen im Westen Karriere machen. Als der KGB von diesen Plänen erfährt, gerät der berühmte Tänzer in echte Gefahr und dann eskaliert die Situation vollends.

Regisseur Ralph Fiennes ist eher bekannt als Schauspieler („Voldemort“ in den Harry-Potter-Filmen), doch auch hinter der Kamera zieht der Brite alle Register. Erwartbar, dass der Film grandiose Tanzszenen zeigt, doch „The White Crow“ ist mehr: gekonnt wechselt der Film zwischen einem Porträt des quirligen Paris der frühen 1960er und einem waschechten Thriller aus dem Kalten Krieg hin und her. Kein Wunder, dass für die Thematisierung von Nurejews Bisexualität nur noch wenig Zeit übrigblieb.

Mit dem ukrainischen Ballettstar Oleg Ivenko als Rudolf Nurejew sowie Adèle Excharchopoulos und Raphaël Personnaz als den beiden Geliebten des Tänzers gelingt eine Idealbesetzung, die diesem bewusst konventionell gehaltenen, aber virtuosen Spektakel noch mehr Tempo verleiht.

Leos Kino zeigt „The White Crow“ am 20. Dezember um 19.30 Uhr in der Aula der Felix-Fechenbach-Gesamtschule Leopoldshöhe. Einlass ist um 19 Uhr, Beginn um 19.30 Uhr. Wir empfehlen dringend, Karten unter leos-kino@gmx.de vorzubestellen. Der Eintritt beträgt 4,50 €.

Es gelten die 2-G-Regeln. Bitte bringen Sie entsprechende Nachweise mit und denken Sie auch an Ihren Personalausweis.

Ausblick auf den Januar

Der Preis der Freiheit

Into The Wild“ – Radikales Abenteuer nach einer wahren Geschichte am 16.01.

Die Zukunft wurde ihm auf dem Silbertablett serviert: Christopher McCandless (Emile Hirsch) schließt das College mit Bestnoten ab. Doch Christopher schlägt den Studienplatz aus, spendet seine Ersparnisse der Wohlfahrt, zerschneidet seine Ausweise und begibt sich auf einen radikalen Trip in die Wildnis. Über Kalifornien, Mexiko und Washington erreicht er schließlich Alaska. Während Christopher anfangs noch viele Begegnungen mit unterschiedlichsten Menschen hat, die ihn prägen, wird er mit jedem Schritt in die nördliche Wildnis einsamer und einsamer.

Wer in den 00er-Jahren eine Universität von innen gesehen hat, kennt auch „Into The Wild“. Der Film war für eine ganze Generation Kult. Das liegt nicht nur an der Radikalität McCandless, der die absolute Freiheit mit allen Konsequenzen erlebt, sondern auch an den umwerfenden Landschaftsaufnahmen der nordamerikanischen Wildnis. “Into The Wild” ist ein ungewöhnliches und intensives Filmerlebnis, das niemanden kalt lässt, und ein faszinierender Rausch der Bilder. Zweineinhalb Stunden Kino in seiner extremsten und schönsten Form.