Leopoldshöher Nachrichten


Der Ratssaal soll moderner werden

Der Ratssaal im Rathaus am Kirchweg ist nach Ansicht der Verwaltung in die Jahre gekommen. Er soll technisch modernisiert werden und neu eingerichtet werden. Foto: Thomas Dohna
Der Ratssaal im Rathaus am Kirchweg ist nach Ansicht der Verwaltung in die Jahre gekommen. Er soll technisch modernisiert und neu eingerichtet werden. Foto: Thomas Dohna

90.000 Euro will die Gemeinde investieren

Leopoldshöhe (ted). Seit rund 20 Jahren sei der Ratssaal nicht mehr renoviert worden, sagt Dirk Puchert-Blöbaum, Fachbereichsleiter Bauen. Deswegen und weil mehr moderne Technik genutzt werden soll, soll die Gemeinde 90.000 Euro investieren. Die Politik fragte nach.

In den vergangenen beiden Jahren ist der Ratssaal wegen der Vorgaben der Corona-Schutzverordnungen vergleichsweise wenig genutzt worden. Ausschüsse und der Gemeinderat selbst tagten vor allem in der Aula des Schulzentrums. Dort waren wiederholt Referenten und auch Mitarbeiter der Verwaltung online zugeschaltet worden, um Wege zu sparen und Infektionsrisiken zu minimieren. Das scheint einer der Gründe für die Neugestaltung des Saales zu sein. „Das wollen wir auch im Ratssaal ermöglichen“, sagte Puchert-Blöbaum während der jüngsten Sitzung des Betriebsausschusses Eigenbetriebe, der über einen Teil der Investitionssumme zu entscheiden hatte.


Dieses Geld, 40.000 Euro, soll aus dem Wirtschaftsplan für das Kommunale Gebäudemanagements (KGL) kommen. In dem KGL sind alle Gebäude im Gemeindeeigentum zusammengefasst. Mit dem Geld sollen alle Bauarbeiten in dem Raum erledigt werden. Was genau geschehen soll, muss noch geplant werden. „Die Summe ist ein Platzhalter“, sagt Puchert-Blöbaum. Er würden sicher Arbeiten wie das Verlegen von Leitungen für Steckdosen an den Sitzplätzen davon bezahlt.

Weitere 50.000 Euro sind für einen neue Ausstattung des Ratssaales vorgesehen. Die Sessel sind nach 20 Jahren durchgesessen. Es soll einen Bildschirm geben, um zugeschaltete Referenten sichtbarer zu machen. Jürgen Hachmeister (Grüne), der es genauer wissen wollte, aber keine genauen Antworten bekam, mahnte zeitgemäße Lösungen an.

Neue Heizung fürs B-vier

Bei einem weiteren Punkt gab es ebenfalls Irritationen. Im Wirtschaftsplan für das Begegnungszentrum B-vier ist der Ersatz der dort eingebauten Heizung eingestellt. Klaus Fiedler (CDU) wollte wissen, warum in dem 2019 fertiggestellten Gebäude schon jetzt eine neue Heizung nötigt ist. Zu seiner Überraschung erklärte Fachbereichsleiter Puchert-Blöbaum, dass die auszutauschende Heizung die der ehemaligen Asemisser Festhalle sei. „Einer der Gründe, die Festhalle zu beseitigen, war die Heizung“, stellte Fiedler fest. Die CDU wundere sich, dass die alte Heizung noch so lange gehalten habe.

Diese Heizung sei die erste, die nach dem jüngst gefassten Beschluss des Gemeinderates, nur noch klimaneutrale Heizungen einzubauen, ersetzt werden müsse, sagte Fachbereichsleiter Puchert-Blöbaum. Die neue Heizung soll eine Pelletheizung werden. Der Gasanschluss bleibe aber für den Notfall bestehen, sagte Puchert Blöbaum. Für die neue Heizung einschließlich  aller Umrüstarbeiten wie Anschlüsse, Rohrleitungen und Verkabelungen sind 110.000 Euro vorgesehen.