Ein Tor zur Geschichte – und ein neuer Blick in die Zukunft

Die Männer von der Dienstagsgruppe stellen die neue Infotafel am Heimathof auf. Foto: Heimatverein Leopoldshöhe
Die Männer von der Dienstagsgruppe stellen die neue Infotafel am Heimathof auf. Foto: Heimatverein Leopoldshöhe

Heimatverein macht Geschichte sichtbar und geht digital neue Wege

Leopoldshöhe. Wer durch das historische Tor des Heimathofes Leopoldshöhe geht, betritt ein Stück gelebte Geschichte. Seit mehr als 600 Jahren steht an diesem Ort ein Bauernhof. Generationen von Menschen haben hier gearbeitet, gelebt und ihre Spuren hinterlassen. Heute ist der Heimathof ein lebendiger Ort der Begegnung – und seit Kurzem können Besucherinnen und Besucher noch besser nachvollziehen, wie sich dieser besondere Ort entwickelt hat.

Direkt am Eingang informiert eine neue, großformatige Tafel über die Geschichte des Heimathofes. Auf 200 mal 90 Zentimetern erzählen historische und aktuelle Fotografien von der wechselvollen Vergangenheit des Hofes und seinem Weg zum heutigen Heimathof Leopoldshöhe. Gestaltet und illustriert wurde die Tafel von Andrea Klee. Möglich wurde das Projekt durch die Unterstützung mit einem Heimatscheck der Bezirksregierung Detmold, teilt der Heimatverein Leopoldshöhe mit.

Mehr als 600 Jahre Geschichte

Die Geschichte des Hofes reicht bis in das frühe 15. Jahrhundert zurück. Als einer der alten Hagenhöfe der Bauerschaft Hovedissen war er über Jahrhunderte eng mit der Entwicklung der Region verbunden. Aus dem ehemaligen Hof Beermann, später Hof Eickmeyer, wurde schließlich der heutige Heimathof.

Als die landwirtschaftliche Nutzung endete und die Gemeinde Leopoldshöhe die Hofanlage 1988 erwarb, war die weitere Zukunft der historischen Gebäude zunächst ungewiss. Doch 1992 nahm sich der Heimatverein der Hofanlage an und entwickelte die Idee, hier einen Ort zu schaffen, an dem die Geschichte der Gemeinde bewahrt und erlebbar gemacht werden kann.

Was folgte, war eine beeindruckende Gemeinschaftsleistung. Über Jahrzehnte haben Mitglieder des Heimatvereins unzählige Stunden ehrenamtlicher Arbeit investiert. Gebäude wurden restauriert, das historische Backhaus mit seinem Backofen wiederhergestellt und das denkmalgeschützte Wohnhaus aus dem Jahr 1793 zum Heimatmuseum ausgebaut.

Mit der in diesem Jahr fertiggestellten Wagenremise ist die Anlage nun um einen weiteren Baustein erweitert worden. Sie bietet Platz für historische Fahrzeuge und weitere Zeugnisse der Vergangenheit.

So ist aus einem ehemaligen Bauernhof ein lebendiger Mittelpunkt des kulturellen Lebens in Leopoldshöhe geworden. Bei Veranstaltungen, Ausstellungen und Vorführungen alten Handwerks wird Geschichte nicht nur gezeigt, sondern gemeinsam erlebt.

Der Eingang zum Heimathof mit der neuen Infotafel. Foto: Heimatverein Leopoldshöhe.
Der Eingang zum Heimathof mit der neuen Infotafel. Foto: Heimatverein Leopoldshöhe.

Ein Stück Heimat auch für die Hosentasche

Wer nach dem Besuch des Heimathofes noch mehr erfahren möchte, kann jetzt ganz einfach sein Smartphone nutzen. Ein QR-Code auf der neuen Informationstafel führt direkt zur Homepage des Heimatvereins. Dort gibt es weiterführende Informationen zur Geschichte des Hofes, historische Dokumente und aktuelle Hinweise zu den Aktivitäten des Vereins.

Passend dazu präsentiert sich auch die Homepage selbst in neuem Gewand. Dietmar Klee hat den Internetauftritt des Heimatvereins als Geschenk zum 50-jährigen Vereinsjubiläum komplett neu gestaltet und technisch auf den aktuellen Stand gebracht. Die Seite ist übersichtlicher, schneller und benutzerfreundlicher geworden und bietet einen modernen Zugang zu den vielfältigen Aktivitäten des Heimatvereins.

Nach dem großen Jubiläumswochenende mit der Einweihung der neuen Wagenremise richtet sich der Blick nun bereits auf das nächste große Ereignis: das traditionelle Kartoffel- und Dreschfest am Sonntag, 27. September 2026 von 10 Uhr bis 17 Uhr, das gemeinsam vom Heimatverein und den Treckerfreunden Leopoldshöhe veranstaltet wird.

Schreibe einen Kommentar