Leopoldshöher Nachrichten

Aktualisiert: Vollalarm für die Feuerwehr

Feuerwehr Symbolfoto
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Rauchentwicklung in Wohnung

Asemissen (ted). Kurz vor 12 Uhr am Samstag, 4. Dezember 2021, sind die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Leopoldshöhe über Melder und Sirene zu einem Brand in Asemissen gerufen worden. Am Starenweg soll es in einem Mehrfamilienhaus zu einer Rauchentwicklung im einer Wohnung gekommen sein.

Für viele Leopoldshöher und auch die Feuerwehrleute selbst war irritierend, dass die Sirenen im Ort zweimal anschlugen, einmal um etwa 11.50 Uhr und einmal um Punkt 12 Uhr. Der erste Alarm lief für den Einsatz auf, der zweite war der Probealarm für die Sirenen im Kreis Lippe und die Melder der Feuerwehren in Lippe. “Das zweite kann man nicht stoppen, weil sonst alle Melder und Sirenen in Lippe nicht geprüft würden”, sagt der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Leopoldshöhe Harald Schubert.


So rückten nach einer kurzen Nachdenk-Sekunde 40 Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr mit fast allen zur Verfügung stehenden Fahrzeugen an. Alarmiert hatte die Feuerwehr die Bewohnerin einer Wohnung am Starenweg. Weil die Wohnung dieselbe Adresse hat wie ein im gleichen Haus untergebrachtes Betreutes Wohnen, löst die Leitstelle routinemäßig einen Vollalarm aus, sagt Schubert.

Die Frau hatte einen Topf mit Essen auf den Herd gestellt und die Wohnung für einen Moment verlassen. Erst als sie die Tür hinter sich zugezogen hatte, bemerkte sie, dass sie den Wohnungsschlüssel auf dem Tisch hatte liegen lassen. Sie rief auch ihren Pflegedienst an, um sich einen Ersatzschlüssel bringen zu lassen. Da das einige Zeit brauchte, beobachteten Einsatzkräfte vom Laubengang vor der Wohnung aus durch das Küchenfenster den Topf auf dem Herd, bereit, bei Bedarf sowohl durch das Fenster als auch durch die Wohnungstür einen Löschangriff vorzutragen.

Der Pflegedienst traf ein, öffnete die Tür und die Einsatzkräfte trugen den Topf ins Freie. “Im Topf war alles verkohlt”, sagt Schubert. Die Einsatzkräfte belüfteten die Küche und übergaben die Wohnung an die Frau. Selbst für den Topf sieht Schubert eine Zukunft: “Den muss die Frau eigentlich nur gut reinigen, dann dürfte sie ihn wieder verwenden können.”